Fr | 24. Mai 2013 | 10 - 17 Uhr: Fachsymposium
Sa | 25. Mai 2013 | 10 - 18 Uhr: Exkursion
So | 26. Mai 2013 | 10 - 18 Uhr: Gartenreise
Mit wohltuender Unbeschwertheit nehmen sich die Leipziger heute dieses Gartendenkmals an: Der Richard-Wagner-Hain ist Picknickwiese und Sportplatz; er erlebt den Hörspielsommer, ist Tanzpodium und Kulisse für Hochzeitsfotos. Deutlich heben sich solche Nutzungen von der einstigen Bestimmung des "Richard-Wagner-Nationaldenkmals" ab.
Gebaut ab 1934, war die weiträumige Gartenanlage an beiden Ufern des Elsterflutbeckens zentrales Element des nationalsozialistischen Wagner-Kultes. Gustav Allinger war ihr systemkonformer Gartenarchitekt. Das Kernstück des Nationaldenkmals indes, ein monumentaler Reliefblock des Bildhauers Emil Hipp, wurde nie errichtet.
Das Symposium widmet sich kritisch der Planungs- und Baugeschichte der Anlage und ihren Urhebern, um für den künftigen Umgang mit dem unbequemen Erbe Anregungen zu liefern. Es sind zudem Fragen des Naturschutzes, die der Park inmitten des Landschaftsschutzgebietes "Leipziger Auwald" an die Zukunft stellt. Das Symposium wie die Exkursionen am Folgetag zeigen zudem Formen der künstlerischen Aneignung des Ortes auf - der im übrigen ein Denkmal ohne Monument bleiben soll.
Anmeldung:
Stiftung Bürger für Leipzig
Dorotheenplatz 2, 04109 Leipzig
Tel.: 0341 - 960 15 30 | Fax: 0341 - 960 15 33 | email: garten@buergerfuerleipzig.de
Bürozeiten: Mo - Fr | 10 - 16 Uhr
Ansprechpartner: Sandra Bauer
Ein Symposium der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL), Landesverband Sachsen und der Stiftung "Bürger für Leipzig" im Rahmen des Leipziger Gartenprogramms und der Wagner-Festtage 2013, in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig.
Leipziger Gartenprogramm: www.garten-leipzig.net
Gefördert durch den Deutschen Naturschutzpreis, einer Initiative des Bundesamt für Naturschutz (BfN) und Jack Wolfskin.